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Zum DHG-Preis

Mit dem DHG-Preis werden seit 2008 regelmäßig hervorragende und innovative Ansätze in der Behindertenhilfe ausgezeichnet. Ziel des Preises ist es,

  • den Blick der Öffentlichkeit auf die Lebenslagen von Erwachsenen mit geistiger Behinderung und hohem Unterstützungsbedarf zu lenken,
  • Beispiele innovativer und guter Praxis bekannt zu machen und zu verbreiten,
  • Menschen zu ermutigen, neue Wege in der Unterstützung für diesen Personenkreis zu beschreiten.

Der DHG-Preis ist mit insgesamt 3000 Euro dotiert. Der erste Preis wird mit 1500 Euro, der zweite Preis mit 1000 Euro und der dritte Preis mit 500 Euro honoriert.
Dokumentation der mit den DHG-Preisen 2008 und 2010 ausgezeichneten Projekte:
Download:   DHG-Schrift 16
Als Broschüre bestellen: DHG-Schrift 16 (siehe DHG-Schriften)

 

DHG-Preis 2017

Zusammen leben im Quartier
Bürger/innen mit geistiger Behinderung und komplexem Unterstützungsbedarf in Stadtteilen und Gemeinden
Der DHG-Preis 2017 würdigt innovative Beispiele, die Quartiere erschließen für die Teilhabe von Erwachsenen mit geistiger Behinderung und komplexem Unterstützungsbedarf, z.B. in Projekten mit

  • Kooperation von Akteuren im Quartier, um Angebote und Dienste zu vernetzen
  • Wohnen in Nachbarschaften, Nachbarschaftshilfe
  • bürgerschaftlichem Engagement
  • Beteiligung an kommunalen Quartiersprojekten
  • Abbau von Barrieren in Quartieren.

Bewerbungen bis 31.07.2017
Mehr zur Ausschreibung des DHG-Preises 2017: DHG-Preis-Flyer 2017

 

DHG-Preis 2015

Leben im Alter gestalten
Teilhabe von älteren Menschen mit geistiger Behinderung und hohem Unterstützungsbedarf
Der DHG-Preis 2015 würdigt innovative Beispiele, die eine selbstbestimmte Teilhabe von Menschen mit geistiger Behinderung und hohem Unterstützungsbedarf im Alter sichern und erweitern. Wir prämieren Projekte, die dazu beitragen

  • das Bild von alten Menschen mit geistiger Behinderung in der Öffentlichkeit zu verändern,
  • die selbstbestimmte Teilhabe im Alter  sicher zu stellen und weiter zu entwickeln,
  • den Stadtteil bzw. die Gemeinde mit ihren vielfältigen Angeboten und Diensten für Menschen mit Behinderung im Alter durch Inklusion und Vernetzung der Akteure zu erschließen.

Zur Ausschreibung des DHG-Preises 2015:    DHG-Preis-Flyer2015

 

März 2016:
Mit dem DHG Preis 2015 „Leben im Alter gestalten – Teilhabe von älteren Menschen mit geistiger Behinderung und hohem Unterstützungsbedarf“ wurden folgende Projekte ausgezeichnet:

1. Preis:
Seniorenangebote für Menschen mit geistiger Behinderung der Offenen Behindertenarbeit der Lebenshilfe Bamberg 

 Wie können Menschen mit geistiger Behinderung im Alter ihre freie Zeit gemäß ihren eigenen Wünschen im Gemeinwesen verbringen? Die Offene Behindertenarbeit der Lebenshilfe Bamberg hat zusammen mit den Senior/innen Angebote entwickelt bzw. erschlossen, die außerhalb von Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen in den Stadtvierteln liegen. Senioren mit Behinderung können ihre freie Zeit gemäß ihrer persönlichen Vorstellungen gestalten und erhalten für die Wahrnehmung von Angeboten eine Unterstützung nach Maß. Vier Unterstützungsbausteine wurden geschaffen:

  • Die individuelle Freizeitassistenz ermöglicht es den Senior/innen, Freizeit gemäß den eigenen Vorlieben zu planen und Pläne umzusetzen.
  • Der Cafétreff Miteinander versteht sich als Inklusives öffentliches Angebot in einem Mehrgenerationenhaus. Ein Fahrdienst holt bei Bedarf Senior/innen auch zu Hause ab. Ehrenamtliche Mitarbeiter/innen unterstützen den Cafétreff. Neben der Begegnung werden auch abwechslungsreiche Aktivitäten im wöchentlichen stattfindenden Treff angeboten.
  • Der OBA-Kulturschlüssel erleichtert Menschen mit Behinderung die Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen durch freiwillige Begleiter/innen.
  • Der Samstreff ist ein monatlich stattfindender Ausflug für Senioren mit schwerer Behinderung, die eine individuelle Begleitung benötigen.

Die Jury hat beeindruckt, wie die Lebenshilfe Bamberg auch in der Lebensphase Alter konsequent auf eine individuelle Gestaltung des Lebensabends setzt, Begegnungsmöglichkeit im Gemeinwesen nutzt, die eigenen Angebote für Menschen ohne Behinderung öffnet und sehr aktiv ehrenamtliche Unterstützer wirbt und einbindet.
Mehr: Lebenshilfe Bamberg Offene Behindertenarbeit  Pressebericht
Feierliche Übergabe des DHG-Preises erfolgte am 8. Juni 2016 im Mehrgenerationenhaus in Bamberg-Strullendorf:
Im Bild von links: Friederike Kneip, Leiterin des Strullendorfer Mehrgenerationenhauses, Christian Bradl, stellvertretender Vorsitzende der DHG, Margarete Stärk, regelmäßige Besucherin des Café Mittendrin, und Gertrud Lilge, Leiterin der Einrichtung (Foto: Andrea Spörlein/FT)

 

2. Preis:
Apartmenthaus Bochum-Weitmar der Diakonie Ruhr Wohnen gGmbH für Menschen mit Behinderungen 

 Die Diakonie Ruhr Wohnen in Bochum bemüht sich konsequent darum, Menschen mit Behinderung ein Leben in der eigenen Wohnung auch bei hohem und sich veränderndem Unterstützungsbedarf im Alter zu ermöglichen. Im Apartmenthaus Weitmar leben 16 Menschen mit komplexen Behinderungen. Über die Hälfte der Bewohner/innen sind 50 Jahre oder älter. Die personzentrierte Unterstützung wird durch eine qualifizierte Fallverantwortung, die Sicherung einer Rund um die Uhr-Assistenzbereitschaft (auch nachts), den Aufbau eines spezialisierten Pflegedienstes und den Einsatz moderner Technik realisiert. Der Anbieter hat im Wohnviertel zahlreiche Kontakte zu lokalen Akteuren aufgebaut, die die Lebensführung im Wohnumfeld erleichtern. Vorbildhaft werden Leistungen der Eingliederungshilfe, der Pflegeversicherung und der Behandlungspflege integriert. Die Unterstützung kommt dorthin, wo die Menschen wohnen. Ein multiprofessionelles Team arbeitet nach einem gemeinsamen Teilhabeverständnis. In hervorragender Weise wird in diesem Projekt ein Hilfemix realisiert, der auch im Alter bei sich veränderndem Unterstützungsbedarf den Verbleib in der vertrauten Umgebung und den Erhalt von Teilhabechancen sichert.
Mehr: Diakonie Ruhr  Bericht
Foto: Preisverleihung am 26.10.2016 im Appartementhaus Weitmar (v.l.): Michael Wedershoven, Referatsleiter Behindertenhilfe des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe, Reinhard Jäger, Leiter des Wohnverbunds Weitmar der Diakonie Ruhr, Marita John, Fachbereichsleiterin Behindertenhilfe der Diakonie Ruhr und Prof. Dr. Friedrich Dieckmann (DHG)

 

3. Preis:
„Wir sind Wendener“ – ein Projekt der Tagesstruktur der Wohnstätte Wenden der Lebenshilfe Wohnen NRW gGmbH

Wenden ist eine kleine Gemeinde im Kreis Olpe im Sauerland. Die Lebenshilfe stand vor der Aufgabe, für Menschen mit Behinderung, die aus der WfbM ausgeschieden sind, Unterstützung bei der Tagesgestaltung anzubieten. Mit dem Projekt “Wir sind Wendener“ soll das Bild von Menschen mit Behinderung im Dorf verändert werden. Durch die aktive Kontaktaufnahme wird Mensch mit Behinderung die Möglichkeit gegeben, sich als anerkannte und kompetente Einwohner der Gemeinde zu erleben. Geschäfte und Einrichtungen, die die Mensch mit Behinderung interessierten, wurden für gemeinsame Aktionen gewonnen – zum Beispiel eine Pizzeria, ein Eiscafé, ein Blumenladen, ein Zoogeschäft, ein Kindergarten. Insbesondere mit dem Kindergarten hat sich eine enge Kooperation entwickelt, durch die Kinder, Eltern und älteren Menschen mit Behinderung einander kennen lernen. Auch durch andere Aktionen erschließen sich für die Menschen mit Behinderung Begegnungs- und Erfahrungsräume im Ort. Sie werden heute viel stärker als Wendener Bürger wahrgenommen.
Mehr: Tagesstruktur Wenden  Pressebericht   Lebenshilfe
Im Foto: Die feierliche Übergabe des DHG-Preises am 26 Juli 2016 in der Lebenshilfe-Wohnstätte in Wenden mit Bewohnern, Betreuern, Gästen sowie Bürgermeister Clemens und Dr. Monika Seifert und Johannes Lapp (DHG)   (Foto: WP)

 

DHG-Preis 2012

Arbeit ist Vielfalt!
Teilhabe am Arbeitsleben von Menschen mit spezifischem Unterstützungsbedarf

Der DHG-Preis 2012 würdigt innovative Beispiele, die Arbeitsmöglichkeiten und damit Teilhabe am Arbeitsleben von Menschen mit spezifischem Unterstützungs-bedarf in unterschiedlichsten Tätigkeits-feldern erweitert und erschlossen haben.
Ausschreibung des DHG-Preises 2012:   DHG-Preis-Flyer2012
Ausgezeichnet wurden vier Preisträger; der 3. Preis wurde zweimal vergeben.

DHGPreis2014AufAchse21. Preis
Auf Achse: Spezialisten für Hamburg – Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf an Orten des regulären Arbeitslebens
Leben mit Behinderung Hamburg  www.lmbhh.de

Das Auf-Achse-Team der Tagesstätte Ilse-Wilms bei der Preisverleihung mit Projektleiterin Wibke Juterczenka, Senator Detlef Scheele (links) und (rechts) Prof. Dr. Iris Beck und Ursula Riebeling (beide DHG)

 

Foto4RanundGut2. Preis
Kaufhaus Ran & gut
Das Rauhe Haus Hamburg
Preisübergabe durch Dr. Monika Seifert und Susanne Siebert (DHG) an Detlef Boie (Rauhes Haus Hamburg) und das Team Ran und gut!

 

Dortmund3. Preis
Büro für Unterstützte Kommunikation (UK)
Kooperationsprojekt von Bethel regional in Dortmund und den Werkstätten der Arbeiterwohlfahrt Dortmund GmbH (WAD)

Das UK-Büro Team mit Susanne Siebert (DHG), Anne Rosenmeier (Gruppenleiterin AWO), Johannes Lapp (DHG), Miriam Kortmann (Projektleiterin Bethel.regional), Andreas Gora (Geschäftsführer AWO), Henrike Struck (Projektleiterin AWO), Gerda Kieninger (Vorsitzende AWO), Friedhelm Sohn (Stadt Dortmund), Prof. Dr. Ingmar Steinhart (Geschäftsführer Bethel.regional)

 

Foto1Foto23. Preis
Arbeitsweltbezogene Teilhabe für Menschen mit schwersten und mehrfachen Behinderungen
Arbeiter-Samariter-Bund Bremen
www.asb-bremen.de

Foto oben: Prof. Friedrich Dieckmann (DHG), Heinz Becker (ASB), Carsten Krüger (DHG) bei der Preisübergabe an Emre Uludasdemir.   Foto unten: mit Staatsrat Horst Frehe

 

DHG-Preis 2010

Teilhabe ist unteilbar!
Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit geistiger Behinderung und herausforderndem Verhalten

Der DHG-Preis 2010 würdigte innovative Projekte, die Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit geistiger Behinderung und herausforderndem Verhalten in unterschiedlichsten Lebensbereichen erweitert und erschlossen haben.
Ausschreibung des DHG-Preises 2008:  DHG-Preis-Flyer2010
Ausgezeichnet wurden fünf Preisträger; der 3. Preis wurde dreimal vergeben.

LVRBurscheid1. Preis
Von der Isolation zur Inklusion. Ein Kunstfest  als Meilenstein zu einem normalen Leben.
LVR-HPH-Netz Ost – Region Burscheid – in Verbindung mit dem Kulturverein Burscheid e.V. und dem EigenArt e.V. Langenfeld
LVR-Wohnen in Burscheid

Bei der Preisverleihung (v.l.n.r.): Horst-Manfred David, Kunde; Sonja Weiblen, Regionalleiterin; Friedhelm Kissing, Kunde, Bettina Schmidt, Mitarbeiterin; LVR-Direktorin Ulrike Lubek, Prof. Friedrich Dieckmann, DHG-Vorstand; Angelika Juras, Teamleiterin; Stefan Caplan, Bürgermeister Burscheid und Silke Hamburger, 1. Vorsitzende des Kulturverein Burscheid e.V. (Bild: Toteva / LVR)

 

Rostock2. Preis
 „Das ist unsere SHOW“ – integratives Projekt mit dem Circus Fantasia.
Heilpädagogische Tagesförderstätte „phase eins“,  Rostock in Verbindung mit dem Projekt „FANTASIA – Ein Zelt voller Leben“
Heilpädagogische Förderstätte Rostock

Preisübergabe in Rostock im Rahmen des Europäischen Aktionstags durch Prof. Dr. Erik Weber (DHG)

 

DritterPreis20103. Preis
„GU(C)K HIN“ – Gebärdenunterstützte Kommunikation in der Gemeinde Wilhelmsdorf.
Zieglersche Anstalten Behindertenhilfe gGmbH, Wilhelmsdorf
www.zieglersche.de

Dr. Monika Seifert bei der Preisübergabe in Wilhelmsdorf

 

WohnWeissensee

3. Preis
Art goes Nachbarschaft – unsere Kunst im Kiez
Tiele-Winckler-Haus GmbH, Berlin – Wohnprojekt Weißensee
Wohnprojekt Weißensee

Oben Preisübergabe durch Dr. Monika Seifert (DHG) mit einem Bewohner im Wohnprojekt Weißensee des Tiele-Winckler-Hauses. Unten: Projekt Initiator Auler.WohnWeissensee01

 

LebenlernenBerlin3. Preis
Außenwohngruppe Schalkauer Straße 23c.
Leben lernen Wohnstätten gGmbH am Evangelischen Diakoniewerk Königin Elisabeth, Berlin
www.lebenlernen-berlin.de

Preisübergabe durch Dr. Monika Seifert (DHG) an Team und Bewohnerinnen und Bewohner der Wohngruppen Schalkauerstraße

 

DHG-Preis 2008

Leben so wie Du und Ich – Wege zur Einbindung in die Gemeinde

Mit dem DHG-Preis 2008 würdigte die DHG Projekte und Initiativen, die eindrücklich zeigen, dass Menschen mit geistiger Behinderung und hohem Unterstützungsbedarf „so wie Du und Ich“ in den Gemeinden wohnen, arbeiten, Freizeit gestalten, anderen Menschen begegnen und Beziehungen pflegen können.
Ausschreibung des DHG-Preises 2008:  DHG-Preis-Flyer2008

Ausgezeichnet wurden vier Preisträger; der 1. Und 2. Preis wurde je zweimal vergeben.

1. Preis
Verein zur Förderung der Integration Behinderter (fib), Marburg
www.fib-ev-marburg.de

 

1. Preis
Arbeit und Begegnung, Walsrode
www.arbeit-und-begegnung.de

 

2. Preis
Motorsport Club Rottenburg am Neckar
www.msc-rottenburg.de/KartfuerMenschenmitBehinderung.html

 

ZweiterPreis20082. Preis
Bethel vor Ort, Hagen mit Hauptschule Vorhalle
www.bethel-regional.de/ruhr-suedwestfalen.html

Alle Preisträger – von links nach rechts: Prof. Dr. Friedrich Dieckmann (DHG); Mark Weigand (Bethel vor Ort, Hagen), Karin Thoma-Zimmermann (Ganztagshauptschule Vorhalle); Björn Vissering (Motorsport Rottenburg); Wolfgang Urban (fib e.V. Marburg); Klaus Kistner (Verein Arbeit und Begegnung, Walsrode); Dr. Kai-Uwe Schablon (DHG).